Tierschutz

Mein Hundebuch

Ein Tagebuch und mehr

 

DRUM PRÜFE WER SICH EWIG BINDET

Tierschutz

Das Thema Tierschutz ist sehr breit gefächert und bietet sowohl allgemein als auch im Detail viel Stoff zu engagierten und oft kontroversen Diskussionen. Wo beginnt er, wie weit geht er, wo wird es vielleicht schon wieder übertrieben.

 

Hier findet ihr meine persönliche Meinung zu diesem Thema. Sie ist nicht absolut und ich räume jedem das Recht ein, anderer Meinung zu sein.

 

Tierschutz ist grundlegend ein Ausdruck unserer Einstellung zum Leben allgemein. Alles hat eine Seele. Und es gibt ein unverselles Gesetz das seinen Ausdruck in dem einfachen Satz findet: "Was du nicht willst das man dir tu, das füge auch nicht andern zu."

 

Tierschutz fängt gerade in Bezug auf unsere vierbeinigen Freunde schon damit an, das jeder, der einen Hund als Weggefährten haben will, sich auf Webseiten, in Büchern und bei anderen Hundebesitzern informiert, wie es wirklich ist und was es bedeutet einen Hund als Haustier zu haben. Allein durch ausreichende Information liese sich ein großer Teil der in Tierheimen untergebrachten Hunde und anderer Haustiere vermeiden.

 

Und wer seinen Hund einfach aussetzt, weil er (sorry für den Ausdruck) nicht mal den Arsch in der Hose hat, das Tier persönlich in einem Tierheim abzugeben, sollte zu Recht bestraft werden. Aktiver Tierschutz bedeutet für mich aber auch, wenn man einen Hund möchte, sich wenn möglich diesen aus dem Tierheim zu holen und nicht vom Züchter.

 

Es ist sicher zweiseitig - auf der einen Seite verdanken wir den Züchtern die vielen Hunderassen, so dass für jeden Geschmack etwas da ist, auf der anderen Seite werden viel zu viele Hunde gezüchtet, einfach nur weil es auch und vor allem aus kommerziellen Gründen geschieht. Jeder soll und muss das für sich prüfen. Dazu kommt, das auch das Thema Zucht sehr widersprüchlich ist, denn was dort den Hunden teilweise angezüchtet wird, ist nicht mehr in Ordnung und dient viel zu oft eigentlich nur noch dem Ego und der Profilierungssucht der Züchter.

 

Bei den Tierheimhunden ist es oft nicht so einfach. Es sind sehr viele Problemhunde darunter, die durch die Lebensumstände und falsche oder fehlende Erziehung und Sozialisierung erst dazu geworden sind. Dazu kommt, das man Hunde, wenn man sie im Tierheim sieht, dort natürlich auch nicht ihren wahren Charackter zeigen können. Dafür sind die aktuellen Lebensumstände der Tiere einfach zu schlecht und stressig. Man kennt nie die wirkliche Vorgeschichte und was in dem Tier vorgeht, das von seiner bisherigen Familie getrennt wurde, kann sicher jeder nachfühlen. Es bedeutet also praktisch, das man zuerst einmal den Hund kennenlernen muss. Also den Wunsch etwas in den Hintergrund stellen und zu dem Tier erst einmal ein Verhältniss aufbauen.

 

Da ist es für mich absolut unverständlich, wenn, wie im Tierheim Dresden passiert, einem potentiellen "Kunden" keine Möglichkeit gegeben ist, das Tier einmal und dann auch öfters Gassi zu führen. Natürlich spielt hier auch die Verantwortung des Tierheims eine Rolle, die örtlichen Gegebenheiten und der Fakt, das man ja nicht weiß wie und ob der Interessent mit dem Hund entsprechend umgehen kann. Aber da müssen Lösungen her.

 

Ja und zum Tierschutz gehört für mich auch das Thema der Sterilisation bei Hündinnen. Aus meiner Sicht zwar kein Muss aber eine sinnvolle und überlegenswerte Alternative. Nicht nur das beide Partein dann ruhiger leben, sondern "Unfälle" werden ausgeschlossen. Womit wir dann wieder beim Thema Zucht und Tierheim sind.

 

So das wars erst einmal. Nehmt das Thema ernst, informiert euch, lest die Themen hier und überlegt euch gleich, was das für euch konkret bedeutet und ob ihr bereit seit, diese Veränderungen in euer Leben zu lassen. Die Konsequenzen gelten dann für die nächsten 10-15 Jahre. Oder auch länger. Ihr müsst das wirklich wollen. Ein Hund ist kein Gegenstand, er ist wie ein Kind, das dann in eure Famiie gehört. Und Kinder kann man auch nicht einfach verleugnen und sich aus der Pflicht stehlen.

 

Und ich würde mich freuen, wenn ihr euch auch für einen Hund aus einem Tierheim oder von einem der vielen Nothilfevereine entscheidet.