Tag 10

Mein Hundebuch

Ein Tagebuch und mehr

 

DRUM PRÜFE WER SICH EWIG BINDET

Tagebuch - Tag 10

Nachts war sie wieder ganz lieb und auch das Wasserhalten war kein Problem. Um Sieben klingelt der Wecker (also das Handy dudelt los) und das ist jetzt schon das Wecksignal für Sari. Aufstehen und vor zur Tür laufen und mich begrüßen – alles eins. Und nach den Streicheleinheiten natürlich gleich raus Pippi machen.

 

Heute war es etwas schwieriger. Der Hund merkt natürlich sofort wenn es den Klienten von Heike nicht so gut geht und dann ist sie auch unruhig. Da hat es schon ausgereicht, das ich mich die Treppe runtergeschlichen habe. Gleich wollte sie raus aus der Praxis. Bin ich halt mit ihr raus gegangen. Erst in den Garten und dann auf die große Wiese 100m von unserem Haus entfernt, wo auch alle anderen Hunde immer toben. Es war ziemlich schwierig . Sie ist ziemlich verstört, total auf Vorsicht und fluchtbereit. Jedes Geräusch und Fahrzeug selbst in größerer Entfernung irritiert sie jetzt. Habe also immer wieder STOP und SITZ mit ihr gemacht, damit sie sich wieder etwas daran gewöhnt. Aber sie wollte eigentlich die ganze Zeit immer nur nach Hause. Also nur ein kleine Runde.

Ich sitze jetzt am PC, unten lärmt der Staubsauger und Sari hat sich hinter meinen Stuhl platziert und ist relaxt.

 

So Mittagessen war gar kein Problem. Der Hund hat kurz noch in der Küche gelegen, dann eine Runde gedreht und Platz gemacht. Ansonsten achtet sie darauf, möglichst nah bei uns zu sein, was für sie etwas anstrengend ist, weil wir uns ja doch relativ viel im Haus bewegen. Aber das wird mit der Zeit auch noch ruhiger. Irgendwann weiss sie dann, dass wir sowieso gleich wieder kommen.

 

Der Rest des Tages verlief ruhig. Nachmittags sollte Heike sich dann mal mit ihr auf die Wiese vors Haus setzen und dort bleiben, damit sich der Hund an den Verkehr gewöhnen kann. Denn die Wiese ist noch ca. 20 m von der Strasse weg. Das hat natürlich wieder nicht geklappt. Erst wollte Sari auf die große Hundewiese und dort wollte sie auch nicht bleiben. Ich sage das Heike es lernen muss, ihren Willen gegen den des Hundes durchzusetzen. Es ist nicht entscheidend was der Hund will. Heike ist , wie sie selbst so schön sagt, das „Alpha“. Also muss sie sich auch durhcsetzen und Hund bleibt, wo sie will. Mal sehen, ob sie das irgendwann mal begreift. Das hat nichts damit zu tun, ob man den Hund lieb hat oder nicht und man im nichts gönnt. Ein Hund braucht seio Rudel und da gibt es eine Rangordnung. Sonst bestimmt der Hund die Rangordnung und der Hund setzt diese dann auch durch. Mit seinen Mitteln. Und das sind am Ende die Eigenschaften, die wir nicht so mögen. Knurren, Bellen, Anspringen, Beissen und im Extremfall bei Rüden das Begatten.

Selbst ein Radfahrer in großer Entfernung lies den Hund panisch werden und sie wollte nur noch nach Hause. Heike hat sich wieder nicht durchgesetzt. Also werde ich das morgen selber machen. „Klugscheißen“ kann ja schließlich jeder.

 

Ansonsten ist sie ganz brav. Zum Abendessen reichte ein einfaches PLATZ und sie ging in ihr Körbchen und wartete brav bis wir fertig waren. Erst dann kam sie wieder zu uns in die Küche – denn sie weiss natürlich inzwischen, dass sie dann dran ist. So eine Liebe. Und als sie fertig war brachte sie mir ihr Kuscheltier hoch.