Tag 8

Mein Hundebuch

Ein Tagebuch und mehr

 

DRUM PRÜFE WER SICH EWIG BINDET

Tagebuch - Tag 8

Sati hat sich sehr gefreut als ich heute früh nach Hause kam. Bis 7:15 Uhr hat sie geschlafen ohne Pippi zu müssen. Der Tag verlief ruhig. Nachtmittag sind wir eine größere Runde spazieren gegangen. Durchs Schloß war es etwas stressig für die Kleine, weil bei dem schönen Wetter natürlich ein Haufen Leute unterwegs waren. Aber sie blieb schön ruhig. Ich habe sie auch etwas gucken lassen, denn es war ja das erste Mal, aber dann hiess es wieder KOMM und es ging weiter. Klappte auch sehr gut. Danach hat Heike die Führung übernommen und auch die Spaziergehrunde verlief schon richtig gut. Sari kannte die Runde schon. Ich denke mit der Zeit werden die Runden auch immer ruhiger und entspannter, weil sie ja immer mehr kennt und entsprechend weniger aufgeregt ist. Jetzt ist ja immer noch alles neu.

 

Teilweise zog sie ziemlich stark. Habe Heike gesagt, sie soll dann einfach mal stehen bleiben lassen und kurz warten bevor es weitergeht. So kann sie lernen, erstens zu hören und zweitens wird sie ruhiger. Denn wenn sie nicht zerrt, geht es wenigstens weiter und sie muss nicht immer stehenbleiben – das begreift sie ziemlich schnell. Mal sehen ob es auch Heike begreift und so macht.

 

Nachmittags war unser Sohn zu Besuch. Den kannte Sari schon und war demzufolge ganz entspannt. Dann ging es in den Garten – Kaffee und Kuchen. Und schon gab es den ersten Fehler. Heike hat sie nicht zum Tisch geführt und ihr den Platz zugewiesen, sondern ist vorgegangen und Hund sollte an der Leine hinterher. Sari lief natürlich prompt übers Beet und die Begrenzungsmauer auf der ein paar lose, flache Steine lagen. Diese kippelten logischerweise, woraufhin sich Sari erschreckte und zurücksprang. Und wieder reagierte Heike typisch aber falsch. (zumindest aus meiner Sicht) Anstatt zu Sari zu gehen sie kurz zu beruhigen und dann zum Platz zu führen, lockte sie Sari mit einem Stück Apfel. (frisst Sari gerne) Ich weiß nicht warum Heike nicht begreifen kann, dass sie führen soll und muss.

 

Naja abends kam noch Besuch und jedenfalls hat sie sie es wieder verpasst rechtzeitig mit Sari rauszugehen. Also hat Sari im Dachgeschoss wieder auf den Teppichboden gepisst. Ich habe einfach keinen Bock mehr. Ich bin traurig, resigniert und werde wohl langsam depressiv. Ein normales Leben ist das jedenfalls nicht mehr. Und es macht definitiv keinen Spaß mehr. Es ist doch scheißegal ob Besuch da ist oder sonst irgend etwas anders. Wenn ich einen Hund habe, muss ich permanent Kontrolle darüber haben, ihn beobachten und mich kümmern. Alles andere ist zweitrangig. Kann Heike nicht oder kommt sie einfach nicht aus ihrem Trott.

 

Und Sari kann nichts dafür und ich hab sie auch nur getröstet. Sie kommt immer zu mir und kriecht regelrecht in mich rein. Sie ist sehr lieb und ich gebe ihr auch meine Liebe zurück und nehm sie in den Arm. Aber im Ernst – dem Hund geht es besser als uns. Denn für den anderen gibt es nicht mehr wirklich Zeit. Heike ist jedenfalls danach raus und Sari konnte wenigstens ihren Haufen draussen machen.