Tag 7

Mein Hundebuch

Ein Tagebuch und mehr

 

DRUM PRÜFE WER SICH EWIG BINDET

Tagebuch - Tag 7

So der Tag fängt echt gut an. Heike war gestern abend noch einmal Gassi und die Kleine hat ihren Haufen und Pippi gemacht. Und obwohl sie ziemlich unruhig geschlafen hat, weil sie ja gerade zahnt, hat sie die ganze Nacht durchgehalten. Ich konnte mich sogar früh 6:15 rausschleichen ohne das sie gleich massiv hinterher wollte. OK Heike hat sie kurz beruhigt aber trotzdem. Echt toll. Und das nach einer Woche.

Der entscheidende Aspekt ist dabei eigentlich nicht der Fakt an sich, sondern das man jetzt praktisch weiß, das sie durchhält und nicht verzweifelt in irgendeine Ecke macht. Solange das nicht klar ist, kann man nicht ruhig schlafen und das merkt man sehr schnell. Im Ergebnis führt das in der Regel bei den meisten Menschen zu einer leicht gereizten Stimmung, in der man ja wieder nicht mehr normal reagiert. Und wie schon gesagt, der Hund merkt das und geht in Resonanz. Er reagiert mit der Zeit also ebenfalls unausgeglichen. So entsteht eine negative Spirale, in der sich die Partner gegenseitig negativ beeinflussen. Wie in einer jeden Beziehung.

Der Tag wird heute eine Herausforderung. Heute feiern wir Geburtstag, also ein volles Haus. Mal sehen wie Sari das verkraftet. Und wie die anderen das verkraften. Besonders bei Vincent mit seinen 2,5 Jahren wird es spannend, weil er etwas Angst hat, seitdem ihn ein Hund erschreckt hat als er plötzlich losgebellt hat.

 

Nun ja vorhin mussten wir mal schnell einkaufen. Diesmal zum Aldi. Ich vorneweg, Heike kam nach, weil Hund erst mal Gassi sollte. Was macht Heike – führt den Hund promp direkt zum Eingangsbereich. Und das Samstag um 10 Uhr. Kunden rattern mit ihren Einkaufswagen vorbei, Kinder, Radfahrer, von jeder Seite Autos, vorne, hinten überall nur Chaos, Geräusche, Krach. Da wird man schon als abgehärteter Mensch blöd in der Birne. Und mittendrin die kleine Sari. 5 Tage bei uns, nichts gewohnt und natürlich total überfordert. Ich hab mir innerlich nur noch an den Kopf gefasst. Erst mal den Hund in den Arm genommen, getröstet und beruhigt Und dann einfach 20 Meter weiter weg gebracht. Ein Stück Wiese, wunderbar abgeschirmt zwischen der Frontverglasung und einem Zaun vom Autohaus, ein paar Meter weg von den Fahrradständern, hab ich sie einfach angeleint und bin in kurzer Entfernung stehen geblieben. Und alles war gut.

 

So den Geburtstag haben wir auch überstanden. Zum Glück kamen die Gäste in drei Etappen. So konnte Sari sich langsam daran gewöhnen, das so viele Personen da waren. Am Ende waren es zusätzlich zu uns noch fünf Erwachsene und zwei Kinder, 2,5 und 1 Jahr alt. Entsprechnd laut wurde es dann auch. Natürlich wurde Sari dann auch mal etwas laut und hat kurz losgebellt und knurrte leicht. Da habe ich sie einfach in den Arm genommen und ruhig auf sie eingeredet, damit sie versteht das alles in Ordnung ist. Selbst das sie beim Kaffee auf ihrem Platz in der Ecke bleiben muss, hatte sie fast sofort eingesehen. Sie ist wirklich sehr lieb. Zum Glück. Man darf natürlich nicht vergessen, das sie im Rudel schon erzogen wurde. Die Bisswunden an ihrem Kopf sind noach immer am abheilen. Da muss sie ein ziemlich großer Hund heftig gebissen haben. Ein harte Lektion.

 

So und jetzt sind endlich alle weg und es ist Ruhe eingekehrt. Sari ist fix und fertig und wartet praktisch schon darauf, dass wir ins Bett gehen.