Tag 2

Mein Hundebuch

Ein Tagebuch und mehr

 

DRUM PRÜFE WER SICH EWIG BINDET

Tagebuch - Tag 2

Sari schläft natürlich mit im Schlafzimmer. Hat ein Körbchen neben Heikes Bett. Zuerst darf man ihr natürlich mal klar machen, das sie nicht ins Bett darf, nicht übers Bett darf, sondern immer schön aussen rum. Mit Laufen war da zumindest gestern nichts zu machen. Also wird sie ums Bett und ihr Körbchen getragen. Und dann natürlich die ständige Sorge, dass sie mal wieder muss. Wir haben ja keine Ahnung wie lange sie anhalten kann. Ganz junge Hunde müssen ja fast ständig, weil sie die Blase nicht kontrollieren können. Ist halt wie beim Menschen. Aber Hundepampers wären irgendwie unpraktisch und würden wohl auch komisch aussehen und vermutlich nicht wirklich lange halten.

Also hab ich Heike nachts um 2 Uhr rausgejagt. Mit Hund. Hat zwar nicht gemacht, aber hat ja auch nix mehr getrunken seit abend. Also haben wir dann halbwegs ruhig den Schlaf der Erschöpfung genossen. Ich zumindest nur halb.

 

Sari macht sich. Heike ist gestern dauernd raus gegangen und hat Treppensteigen geübt. Zum Glück gibt’s nebenan im Park eine kleine Treppe mit wenigen Stufen die relativ flach sind. Und natürlich auch ein paar Treppen mit richtig hohen Stufen. Und siehe da, heute geht Sari schon die Treppen hoch und runter als könnte sie das schon ewig.

Auch ins Haus geht sie jetzt ohne Probleme. Man darf nicht vergessen, das sie solche Dinge ja gar nicht kannte.Und wir mussten heute nur eine Pfütze weg machen. Das war einmal früh. Gleich nach dem Essen/Füttern.

Was meinst du, kann ich noch schnell Zähne putzen? Ne eigentlich nicht. Naja nehm sie wenigstens mit ins Bad rein und mach die Tür zu, meinte ich nur. Das dauerte keine 10 Sekunden, da kam schon der Ruf: Kannst du mal schnell kommen, die hat gepisst. Ich bin zwischen Grinsen und Kopfschütteln hin- und hergerissen.

 

Tja, da kann man sich dann auch nur noch seinen Teil denken. Aber ganz ruhig geblieben, Küchenrolle gekrallt und mal die Saugleistung getestet. Heike ist dann ein paar mal heute raus gegangen. Ich meine mit Hund. Richtig lange. Ja und Hund hat auch einen Haufen gemacht Fein. Nachmittag hat sie auf unsere große Wiese gepinkelt und jatzt abends halb zehn, fing sie an zu fiepen und lief wohl auch zur Tür. Und siehe da, ein paar Minuten später waren beide wieder da und hatten eine Erfolgsmeldung.

 

Was lernen wir daraus? Sofort nach dem Essen, heisst sofort nach dem Essen. Zumindest bei Welpen, denn die können ja noch nicht so lange anhalten. (Ist bei vielen Menschen ja auch so . Wenn oben Nachschub kommt, muss man unten Platz machen. technisch nennt sich das das FIFO-Prinzip - First in first out)

 

Ja und sie bekommt momentan auch immer ein Leckerlie fürs Pippimachen. Heike meinte nur, das hätte sie ganz schnell begriffen. Pippi machen und dann Leckerlie haben wollen. (Leckerlie heisst in dem Fall einfach ein Stück Trockenfutter.)

Unsere Kleine scheint doch schon ganz schön groß zu sein. Aber so ist das eben. Mit fünf Monaten zählt sie zwar noch als Welpe, scheint aber das Gröbste schon hinter sich zu haben und ihre Blase doch schon ganz gut kontrollieren zu können.

Das war wohl gestern mehr die Umstellung. Vielleicht hat sie auch einfach nur begriffen, das die große Hundewiese wo alle ihr Geschäft machen, für ihres auch besser geeignet ist.

 

Naja und dann hatte Heike noch die Idee den Hund mal zu waschen. Also abduschen, so ein Hundeschampoo einzureiben und dann der Versuch das Tier wieder abzutrocknen. Was natürlich nicht richtig funktioniert. Vielleicht hätte sie es ja noch mit Fönen probieren sollen. Das Ergebnis war eindeutig. Danach stank die ganze Bude. Vorher ging es. Wir hatten uns auf die Geruchseinstufung „nach alter Socke“ geeinigt. Hat man aber nur gerochen, wenn man wirklich ganz nah dran war - also vorm Duschen meine ich. Aber wir wohnen ja modern und haben Fenster.

Und im übrigen ist sie eine ganz Liebe. Noch nicht einmal drinnen gebellt. Ganz ruhig. Noch keinen Unfug gemacht, aber Heike war ja auch oft genug draussen. Und wir sind auch ziemlich konsequent und passen auf. Also am Anfang darf man den Hund wirklich keinen Moment alleine oder unbeobachtet lassen. Und sobald sie irgendetwas macht, dass man nicht will „Nein“ als Kommando und wegnehmen. Aber ganz ruhig sprechen und dann den Hund wegnehmen. Man muss nicht laut werden. Warum auch. Es ist die Art des Hundes herauszufinden, was er darf und was nicht. Man kann es ihm ja nicht erklären. Sondern er muss alles ausprobieren und speichert dann: Ich darf oder ich darf nicht.

 

Nur draussen hat sie heute mal gebellt, als Heike mit ihr auf der Wiese lag und ich später dazugekommen bin. Und dann fing sie doch glatt die Leute anzuknurren die am Grundstück vorbei gingen und wollte schon bellen. Hab ich aber gleich reagiert. Ganz ruhig hin zu ihr, Kommando Platz (sie hat zwar nur Sitz gemacht, aber ist aj auch OK) und ihr mal ganz ruhig gesagt, das hier nur einer die Leute anbellt - und das bin ich. Ich denke das hat sie verstanden.

Die Kommandos werden wir wohl die Tage noch üben. Sie scheint ja ein ganz fixe zu sein. Aber es ist ja auch wirklich alles neu für sie.

So und jetzt werden wir mal ins Bett gehen und versuchen die Nacht durchzuschlafen.