Wahl der Sportart

Mein Hundebuch

Ein Tagebuch und mehr

 

DRUM PRÜFE WER SICH EWIG BINDET

Sportarten - welche passt?

Sport und Spiel mit dem Hund ist wichtig, aber was ist für welchen Hund gut?

 

 

Jede Hunderasse wurde für eine bestimmte Aufgabe gezüchtet – Jagen, Stöbern, Schwimmen, Suchen, Rennen.

In den Genen sind diese Fähigkeiten enthalten und prägen die einzelnen Rassen und die Mischlinge.

Früher wurden die Hunde entsprechend ihrer Veranlagung als Wachhunde, Hütehunde oder Jagdhunde gehalten und eingesetzt.

Heute spielt der Hund einen andere Rolle in der menschlichen Gesellschaft: Er ist für viele Partner, ein echtes Familienmitglied und Wegbegleiter. VIele Hunde weden dabei sowohl geistig als auch körperlich unterfordert und nicht ihren Eigenschaften entsprechend eingesetzt.

Spaziergänge kommen zwar dem natürlichen Bewegungsdrang eines Hundes entgegen, aber die geistige Herausforderung bleibt meist auf der Strecke. Er muss seine Trieb ausreichend ausleben können. Andernfalls führt das beim Hund genau wie beim Menschen mit der Zeit zu Unzufriedenheit und oft auch Krankheit: Allergien, Verhaltensstörungen wie Aggressivität, Apathie oder das krankhafte Wiederholen bestimmter Bewegungen und Rituale können Zeichen dafür sein.

 

 

Die Triebe des Hundes einsetzen

 

Der Arbeitstrieb der jeweiligen Rasse (Hüten, beschützen, jagen, suchen etc.) kann und sollte dabei genutzt werden. Dazu braucht man das rassespezifische Wissen und Geduld. Aus der Kenntnis dieser natürlichen Erfordernisse haben sich viele Hundesportarten entwickelt, die Mensch und Hund gleichermaßen fordern. Dadurch wird besonders die Bindung zwischen dem Mensch und seinem Hund intensiviert und vertieft. In Hundeschulen oder Hundesportvereinen werden oft spezifische Programme geboten, in denen man sich auch das praktische Wissen holen kann.

Von der Schutzhundeausbildung, Suchhunde- oder Rettungshundeausbildung über Agility, Dog Dance, Disc Dogging (Hundefrisbee) bis zum Obedience, gibt es mittlerweile ein breite Palette von Angeboten, die Mensch und Hund gut beschäftigen.

 

 

Die Rasse hilft bei der Wahl der Sportart

 

Die jeweiligen Sportarten werden die natürlichen Veranlagungen eines Hundes und seiner Rasse berücksichtigt. Kennt man die Rase und die hervorstechenden Eigenschaften kann man dann schon eine Vorauswahl treffen. Man sollte nicht vergessen, das jede Sportart auch den Besitzer mehr oder weniger fordert.

Beim Agility, beim Turnierhundesport oder Hundefrissbee werden sowohl vom Hund, als auch vom Menschen sportliche Aktivität erwartet. Dazu muss man kein Spitzensportler sein, aber eine gewisse Grundkondition sollte vorhanden sein. Aber man wächst ja auch in diese Aufgabe hinein und wird selber wieder trainiert, was auch der eigenen Gesundheit und Fitness sehr gut tut.

 

 

 

 

 

 

 

Ausbildungsstätten prüfen

 

Schauen Sie sich ruhig mehrere Angebote an. Nehmen sie die Möglichkeit wahr erst einmal zu beobachten, wie mit den Hunden umgegangen wird. Man sollte nur Angebote nutzen, bei denen auf den Hund einfühlsam eingegangen wird. Das verbietet nicht konsequentes und bestimmtes Erziehen, aber es sollte nicht gedrillt werden, sondern es soll dem Hund Spaß machen. Hören sie auf ihr Bauchgefühl. Wenn sie sich nicht wohlfühlen, wird sich ihr Hund dort auch nicht wohlfühlen.

 

Wenn sie selber bereits wissen, was sie wollen, suchen sie ein konkretes, entsprechendes Angebot, andernfalls sollte der Anbieter eine breite Palette an Hundesportarten im Programm haben. Nur dann kann man ein objektives und unvoreingenomenes Angebot bzw. Beratung erwarten.

Die Fitness und das Alter des Hundes sind auf jeden Fall zu berücksichtigen. Beobachten sie den Hund. Steigern sie die Trainingseinheiten und Belastung allmählich und achten sie auf die Zeichen, wie freiwilliges Pausieren des Hundes, die signalisieren es reicht.

 

 

Vorabcheck

 

  • rassespezifische Eigenschaften
  • Sozialisierung des Hundes gegenüber Menschen und anderen Hunden (Teamverhalten)
  • Selbstsicherheit des Hundes
  • Temperament des Hundes und ihr eigenes
  • körperliche Ausgangssituation

 

 

 

Natürlich muss es nicht unbedingt ein Verein sein. Sportarten wie Joggen, Reiten, Nordic Walking oder Langlaufen werden in der Regel individuell betrieben, fordern aber vorwiegend die Laufleistung des Hundes. Die Kopfarbeit sollte nicht vergessen werden.

Sportarten wie Schlittenhundesport, Windhunderennen, Skijöring und Leistungshüten sind nur für die entsprechenden Rassen empfehlenswert. Hunde dieser Rassen sollten auch nur in einem entsprechenden Umfeld gehalten werden.