Sichtzeichen

Mein Hundebuch

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DRUM PRÜFE WER SICH EWIG BINDET

Sichtzeichen

Sichtzeichen ergänzen bzw. ersetzen die Hörlaute der Grundkommandos. Damit geben sie dem Besitzer die Möglichkeit, mit dem Hund zu kommunizieren ohne das man sprechen muss.

 

In der Regel werden die Kommandos immer über die Lautsprache kommuniziert. Alternativ können Klopfzeichen oder auch Pfiffe eingesetzt werden. Welches Mittel eingesetzt wird, ist immer von der Situation und dem Ziel abhängig. Entscheidend ist nur, das der Hund die Möglichkeit hat das jeweilige Signal eindeutig einem bestimmten Kommando, einer bestimmten Handlung zuzuordnen. Es gibt im Fachhandel spezielle Hundepfeifen, die man auch in der Freqquez anpassen kann, so daß jeder Hund seinen individuellen Pfiff erkennt. Damit ist auch für nicht so lautstarke Herrchen ein einfaches Mittel vorhanden, den Hund unter Umständen über größere Distanz sicher zu rufen.

 

Man kann die Sichtzeichen gleich bei der Erlernung der Grundkommandos mit einsetzen oder alternativ, wenn man das erst später ergänzen möchte, nachträglich einführen.

 

Dazu werden einfach zusätzlich zu den bisherigen Hörlauten die gewünschten Zeichen oder auch Pfiffe und Klopfzeichen mitgegeben. Entscheidend ist dazu natürlich, das der Hund auch Sichtkontakt hat und das Zeichen wahrnehmen kann.

 

Wer die Kommandos üben will, sollte immer nur kurze Trainingseinheiten wählen. Zwei-drei Minuten am Stück reichen da völlig aus, den länger reicht gerade bei Welpen die Konzentration nicht. Dafür kann man das auch zwei - dreimal am Tage mit einbinden. Wichtig ist vor allem, das man als Halter sich selbst kontrolliert und immer die gleichen Signale und Kommandos gibt.

 

Welche Sichtzeichen für welches Kommando genutzt werden, kann jeder selbst entscheiden. Bewährt und als Vorschlag kan man verwenden:

 

HIER oder KOMM - den Arm senkrecht hochhalten (gut sichtbar auch auf größere Entfernung) oder in die Hocke gehen

dabei kann man auch noch die Arme ausbreiten

 

SITZ - einen Finger nach oben strecken

 

PLATZ - der Arm ist unten, die Hand wird waagerecht zum Boden gehalten

 

Je nach Trainingsziel können praktisch für beliebige Bewegungen Handzeichen geübt werden. Was dabei sinnvoll ist oder nicht kommt immer auf die individuellen Merkmale der Rasse und dem Verwendungszweck an. Ein Jäger wird sicher andere und mehr Zeichen trainieren wollen als ein Stadtbürger, der vielleicht gar keine braucht.

 

Hat man das ein paar mal geübt, kann man allmählich versuchen nur mit dem Sichtzeichen zu arbeiten oder auch nur mit der Pfeife. Die verschiedenen Kombinationen der Kommandogebung können dabei abgewechselt werden und alle tzrainiert werden. Schließlich kann es auch eine Situation geben wo der Hund sein Herrchen nicht mehr sehen kann aber sehr wohl hören, zum Beispiel in unübersichtlichem Gelände.