Parasiten

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Parasiten

In diesem Abschnitt sind die sogenannten Ekto-Parasiten (ekto=aussen) gemeint. Dazu gehören Flöhe, Zecken und Milben. Sie leben auf der Körperoberfläche des Hundes, saugen sein Blut und können dabei gefährliche Krankheiten übertragen.

 

 

Ab Temperaturen über acht Grad Celsius werden Zecken aktiv. Sie sitzen vor allem im Gras und werden im Vorübergehen durch den Hund abgestreift und aufgenommen. Zecken befallen Mensch und Tier gleichermaßen und können Borreliose und FSME übertragen. Mehr dazu im Abschnitt Borreliose.

 

Hunde kratzen sich regelmäßig. Wenn das Kratzintervall aber immer kürzer wird, liegt der Verdacht auf Parasitenbefall nahe.

 

Der nächsthäufigste Kandidat ist der Floh. Im hellen, dünnen Fell in der Region des Bauchnabels, im Bereich der Warzen und am Schwanzansatz lassen sich die Flöhe und die durch sie verursachten Entzündungen und Hautirritationen am besten entdecken.

 

Vorsicht beim Fangversuch: Flöhe können sher hoch und bis zu 50cm weit springen und sich so in Sicherheit bringen. Flöhe übertragen gelegentlich Bandwürmer.

Die Flöhe auf dem Hund machen nur ca. 1 % der vorhandenen Population aus. Denn Flöhe kommen praktisch nur zum Essen zu ihrem Wirt. Daher stehen die meisten anderen sozusagen draussen Schlange.

 

Mehr zum Thema unter dem Punkt Flöhe.

 

Die Milbe ist wie beim Menschen auch relativ häufig. Es gibt drei verschieden Milbenarten die beim Hund auftreten. Am häufigsten ist die Grabmilbe. Sie überträgt unter anderem Räude - eine Krankheit, ähnlich der Krätze beim Menschen. Zunächst dringt sie in die oberen Hautschichten ein und legt ihre Eier ab. Schließlich schlüpfen die Larven und bohren sich in die Hautoberfläche. Grabmilben sind nur einige 100 Mikrometer groß und nicht mit bloßem Auge erkennbar. ZUdem graben sie sich ja ein.

 

Die Symptome sind Hautverletzungen, eiternde Stellen, Juckreiz und im Endstadium Haarausfall. Die Räude ist hochgradig ansteckend. Im Fall einer Erkrankung muss auch die Umgebung des Hundes und in Gemeinschaft lebende Hunde behandelt werden.

 

Die Behandlung der Räude ist kompliziert, da äußerlich wirkende Mittel den Parasiten nicht richtig erreichen können. Die innerlich anzuwendenden Medikamente sind ziemlich giftig und bringen damit die Gefahr von Nebenwirkungen mit sich. Am besten lässt sich die Räude, wie die meisten Erkrankungen, im Anfangsstadium bekämpfen. Deshalb bei Hautveränderungen zügig den Tierarzt aufsuchen.

 

Ohrmilben leben im äußeren Gehörgang und lösen bei Befall extremen Juckreiz aus. Ein Warnsignal für den Hundebesitzer ist häufiges starkes Kopfschütteln des Hundes. Besonders gefährdet sind Hunde mit Klapp- oder Schlappohren. Dadurch ist im Gehörgang ein schönes warmes Klima - ideal für Milben. Auch hier zügig den Tierarzt konsultieren, denn es könnte auch eine Ohrenentzündung sein.