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Mein Hundebuch

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DRUM PRÜFE WER SICH EWIG BINDET

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Grundsätzlich kann jeder Hundefutter selber herstellen. Hier gibt es keine klaren Vorgaben. Heutzutage müssen aber auch Hersteller damit punkten durch Qualität zu überzeugen und diese auch nachzuweisen. Kosten von rund 1.000 Euro für die Analyse des Hundefutters verhindern im Ansatz schon, das man mal einfach so Futter selber zusammenmischt und verkauft. Kosten für Einkauf, Lagerung, Vertrieb etc. machen "wilde" Herstellung sowieso fast unmöglich und mit einem schlechten Produkt in den Markt einzusteigen, sollte auch wenig Erfolg versprechen. In der EG-Verordnung EG 767/2009 ist festgelegt, dass auf den Produktpackungen von Hundefuttermitteln eine Telefonnummer, Homepage oder Emailadresse angegeben werden muss, unter der man detaillierte Auskünfte über die Zusammensetzung des Futters erhalten kann.

Insofern ist der Markt zwischen den renommierten Herstellern eigentlich fest verteilt, die Claims sind abgesteckt und wie in fast allen Bereichen hat sich ein gewisser Standard herausgebildet, der nicht mehr unterschritten werden kann. Vielmehr kommt auch in der Hundefutterherstellung immer mehr das Bewußtsein zum tragen, mehr BIO, weniger Pestizide, weniger Hormone. Das man das dann nicht vom billigsten Futter erwarten kann, ist klar. Ein Blick auf die Etiketten ist aber manchmal auch nicht schlecht.

 

Ja aber was bedeuten denn nun die Aufschriften?

 

Alleinfuttermittel: Im Futter muss alles enthalten sein, was an Mineralstoffen, Spurenelementen und Proteinen vom Hund benötigt wird. Es ist also kein Ergänzungsfutter notwendig.

 

Deklarationspflicht: Vitamine A, D und E, Konservierungsstoffe, Kupfer( als Spurenelement oft zugesetzt), Antioxidantien und Farbstoffe. Weitere Zusatzstoffe können freiwillig aufgelistet werden.

 

Ergänzungsfuttermittel: Einsatz mit dem Ziel bestimmte Mineralstoff- oder Vitaminmischungen zu ergänzen, um Mängeln vorzubeugen oder diese abzustellen. Unnötiger Einsatz oder Überdosierung kann das Nährstoff-Gleichgewicht stören und zu Gesundheitsschäden führen,

 

Feuchtigkeitsgehalt: Ab 14 Prozent Feuchtigkeitsgehalt im Fertigfutter muss der Wert auf der Packung angegeben sein. Dosenfutter enthält bis zu 90 % Wasser, Trockenfutter max 10 %.

 

Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse: Fleisch bedeutet inder Regel Schlachtabfälle aus der Produktion. Ab 4 Prozent Anteil einer Fleischsorte darf das Fleisch in die Produktbezeichnung mit aufgenommen werden, zum Beispiel "mit Lamm". Tierische Nebenerzeugnisse meinen Tiermehle aus Federn, Fell, Knochen und Hufen.

 

Inhaltsstoffe: Hier werden die Laborwerte der ermittelten Nährwerte des Futters angegeben. Die Angabe bezeichnet den prozentualen Anteil der Nährstoffe an der Futtertrockenmasse.

 

Rohasche: mit der wichtigste Inhaltsstoff in dem sich alle Mineralstoffe und Spurenelemente des Futters vereinigen. Die Hersteller geben oft die Quelle und die Menge der einzelnen Stoffe genau an.

 

Rohfaser: ca. 2,5 Prozent des Futters sind Pflanzenfasern, die unverdaulich sind aber die Darmbewegung anregen und Darmbakterien eine Grundlage zur Synthese von Vitamin K oder Biotin bieten

 

Rohfett: Optimal ist ein Wert zwischen 12 und 18 Prozent. Die Qualität der Fette ist natürlich wichtig für die gute Ernährung. Hochwertige Omega-3- oder Omega-4-Fettsäuren werden meist in Form von Fisch- oder Nachtkerzenöl beigemischt.

 

Rohprotein: Optimal ist ein Wert von 25-28 Prozent. Ob das Protein aus hochwertigem Muskelfleisch oder dem weniger wertvollem Bindegewebe stammt, geht aus der Angabe jedoch nicht hervor.

 

Zusammensetzung: Hier sind die Inhaltsstoffe entweder in absteigend Reihenfolge zum prozentualen Anteil aufgelistet oder grob nach Futtermittelgruppen aufgeteilt.

 

Laut EU-Lebensmittelverordnung (EG 1831/2003) dürfen in der Tiernahrung nur Zusatzstoffe verwendet werden, die auch für die Lebensmittelproduktion zugelassen wurden.