Nein

Mein Hundebuch

Ein Tagebuch und mehr

 

DRUM PRÜFE WER SICH EWIG BINDET

Nein

Das Grundkommando NEIN, ist gerade am Anfang das wohl am häufigsten gesprochene Kommando. Denn der Hund muss wie ein Kind durch Erfahrung lernen, was es darf und was nicht. Das Auflegen der Pfoten auf den Tisch, aufs Sofa klettern, das Zerren am Hosenbein oder sich "Spielsachen" vom Schreibtisch stibietzen.

 

Das Kommando NEIN wird immer eingesstzt, wenn ihm etwas verboten werden soll. Damit lässt sich dieser Befehl zwar nicht gezielt trainieren, aber es gibt ständig Situationen, in denen man eine Übungsgelegenheit findet. Gerade am Anfang, wenn der Hund neu in sein Rudel/Zuhause integriert wird, geschieht das ständig. Bei Welpen, weil sie gar nicht erzogen sind, bei älteren Hunden die ein neues Zuhause gefunden haben, müssen oft alte Regeln aufgelöst und durch neue ersetzt werden.

 

Einigkeit ist wichtig

 

In seinem neuen Zuhause wird der Hund fast immer mit mehreren Herrchen komfrontiert sein. Deswegen ist es wichtig, das sich alle darauf verständigen, was der Hund darf oder nicht. Darf er aufs Sofa zum Kuscheln oder bleibt er unten, wann soll er ruhig sein, wann wird ein Bellen gestattet, wo darf er schlafen, wo darf er spielen und toben. Darf er beim Essen kochen in der Küche sein oder nicht (Unfallgefahr, Naschangriffe)

 

Diese Regeln müssen von allen "Herrchen" gleich gehandhabt werde, da der Hund nicht so differenziert. Für ihn gibt es nur DARF und DARF NICHT.

 

Das Kommando NEIN kann man auch sehr gut im Zusammenhang mit anderen Befehlen trainieren. Wenn der Hund zum Beispiel SITZ gemacht hat, wird er natürlich gelobt und belohnt. Dann folgt BLEIB, denn er soll ja bis zur Auflösung SITZ machen. Versucht er trotzdem aufzustehen, wird klar und deutlich NEIN gesagt. Steht er trotzdem auf, wird die Übung wiederholt. Bitte beachten - man kann nicht endlos an einem Stück wiederholen. (so nach dem Motto wir machen das jetzt bis es klappt)

 

Trainieren im Alltag

 

In allen Situationen, in denen der Hund etwas machen will, das man nicht wünscht, muss man sofort, bereits im Ansatz der Bewegung (zum Beispiel der typische Ansatz zum Hochspringen) oder zum Hochklettern auf das Sofa, das Kommando NEIN geben, verbunden mit einer evtl. notwendigen Unterbindungsaktion, wie zum Beispiel dem Runtersetzen der Pfoten vom Tisch. Dabei aber immer ruhig bleiben und konsequent. Das erfordert natürlich ständige Aufmerksamkeit. Nach ein paar Wiederholungen hat der Hund begriffen, was man erwartet. Das bedeutet aber nicht automatisch, dass das Thema damit erledigt ist. Sie werden mit Sicherheit erleben, das er es kurz danach und gelegentlich später immer mal wieder probiert.

 

Ist man wieder einmal zu spät gekommen und der Hund liegt zum Beispiel schon auf dem Sofa, sofort mit einem deutlichen NEIN, sanft aber konsequent runterholen. Er wird vermutlich, kaum das man den Rücken kehrt, spätestens beim Verlassen des Zimmers wieder aufs Sofa springen. In einem solchen Fall muss man konzentriert eine kleine Übungseinheit einlegen. Also Ausgangssituation, Rücken kehren/Zimmer verlassen und schön nach hinten sichern, ob und wann er wieder hoch will. Diesen Moment muss man erwischen. Dann kommt wieder das NEIN und je nachdem wer schneller war das Runterholen. Das wird ein kleines Spiel wer die größere Ausdauer hat. Wer gewinnt hat gewonnen.

Es ist immer gut zwischendurch die Situation dann auch einmal aufzulösen, indem man den Hund "erlöst", mal kurz Gassi geht oder ihn an seinem gewünschten Zielplatz ablegt und dort lobt und evtl. belohnt. Damit wird die gewollte Reaktion/Handlung des Hundes positiv verstärkt.

 

Und das wichtigste: immer ruhig bleiben. Auch nach dem zwanzigsten mal. Manche Hunde brauchen eben länger und manche sind richtige Sturköpfe.