Sitz

Mein Hundebuch

Ein Tagebuch und mehr

 

DRUM PRÜFE WER SICH EWIG BINDET

SITZ

Wie bei allen Kommandos sollte zuerst in einer störungsfreien Umgebung geübt werden. Eine abgelegene Wiese, der Hof oder die Wohnung sind für den Anfang bestens geeignet.

 

Unerfahrene Besitzer kommen, so wie es früher durchaus üblich war, natürlich zuerst auf die Idee, das Kommando SITZ zu geben und dabei das Hinterteil des Hundes runterzudrücken. Alternativ war ein kurzer, kräftiger Ruck nach oben üblich. Beide Methoden sollten nicht angewendet werden, denn sie verursachen Schmerzen und sie sind der Verursacher. Sie wollen aber von Ihrem Hund als Partner Respekt und Liebe, Wie soll das unter solchen Umständen klappen? Würden sie jemanden lieben, der Ihnen Schmerzen zufügt?

 

Es gibt eine einfache und sanfte Methode, die die natürliche Bewegung des Hundes mit dem Kommando SITZ verbindet und konditioniert. Schließlich soll der Hund ja auch Sitz machen, wenn man den Hintern nicht runterdrücken kann.

 

Trainieren mit Hilfe von Leckerlis

 

Zu Beginn wird wie immer mit Leine trainiert. Die Übung selbst ist ganz einfach. Der Hund steht angeleint an der Seite. In der Hand der anderen Seitehält man ein Leckerli. Dann hält man das Leckerli vor den Hund, damit er es fixieren kann und hebt es dann vor dem Hund ein Stück über dessen Kopf.

Um es zu sehen, muss er sich hinsetzen, also nicht zu weit vor dem Hund hochhalten. In dem Moment das er sich setzt, sagt man laut SITZ. Jetzt gibt es natürlich zur Belohnung das Leckerli, Lob und Streicheleinheiten.

Das Kommando soll ruhig aber deutlich gesprochen werden, damit der Hund den klanglichen Unterschied zu den Kommandos wie PLATZ oder FUSS

Hat man das ein paar mal gemacht und es klappt, dann macht man am besten eine kleine Pause und wiederholt das Ganze. Sie werden merken, das es dann meist schon ganz gut geht. Am Anfang kann man noch Leckerli geben, dann gibts nur noch Lob und Streicheleinheiten. Die sind für den Hund viel wichtiger. Ich kann mic noch gut an einen Bericht erinnern über die Streunerhunde in Spanien, die total abgehungert waren, aber das Fressen stehen liessen, wenn es als Alternative Streicheleinheiten gab.

 

Das gleiche kann man alternativ auch mit dem Lieblingsspielzeug des Hundes machen, welches er so gerne im Maul rumschleppt. Einfach aufnehmen und fast direkt über seinen Kopf halten. Er wird automatisch den Kopf in den Nacken legen und sich setzen. Nicht zu hoch halten, da er sonst als Alternative springt. Ich persönlich bevorzuge die Leckerli-Variante, da man damit flexibler ist.

 

Das Kommando auflösen

 

Der Hund soll SITZ machen, bis ein neues Kommando die Position auflöst. Hat er SITZ bereits verstanden und führt es aus, reicht es in der Regel, wenn sie das Kommando wiederholen, sobald er den Versuch macht aufzustehen. Am Anfang nicht zu lange und zu oft machen und dann mit einem anderen Kommando wie KOMM oder LAUF auflösen.

 

Sobald der Hund das Kommando ausführt, solange man daneben steht, wird die Entfernung zwischen Hund und Besitzer vergrößert. Am besten beginnt man mit der Vergrößerung, wenn der Hund in SITZ-Position ist. Dabei rückwärts entfernen und sobald er aufstehen will, wieder mit SITZ zum Sitzen bewegen. Gegebenenfalls muss man die Entfernung wieder verringern. Auch hier die SITZ-Zeiten allmählich vergrößern. Nicht ungeduldig werden, immer in Maßen mit Leckerli, vor allem mit Lob und Streicheleinheiten belohnen. Die Trainingseinheiten sollten auch nicht zu lang sein. Wir haben auch nicht alles an einem Tag gelernt.

 

Lieber zwischendurch eine Pause machen und dann vielleicht ein anderes Kommando üben. Einfach in die Lage des Hundes versetzen und auf die innere Stimme hören. Wenn man selber keinen Bock mehr hat, geht es dem Hund vermutlich auch nicht mehr anders.