Hier / Komm

Mein Hundebuch

Ein Tagebuch und mehr

 

DRUM PRÜFE WER SICH EWIG BINDET

Hier oder Komm

Ob man als Kommandowort HIER oder KOMM verwendet, ist jedem selbst überlassen. In der klassischen Erziehung wird meist auf das Wort HIER abgestellt. Ich persönlich verwende KOMM. Das funktioniert genauso gut und bringt viel besser das zum Ausdruck was ich will. Es ist am Ende jedem selbst überlassen.

 

Dieses Kommando ist das Einfachste, denn Folgen und Kommen ist dem Hund als Rudeltier angeboren. Und genau das macht sich der Hundebesitzer zunutze. Und das ist auch das Ziel des Kommandos. Der Hund soll sich zum Besitzer bewegen und ihm folgen, also sich in der unmittelbaren Nähe aufhalten.

 

Wie am besten trainieren?

 

Man muss natürlich unterscheiden zwischen der Bewegung zum Beispiel in der Stadt und im Freien. Wer sich in der Stadt bewegt, muss den Hund zu Beginn sowieso immer anleinen und ich empfehle es auch grundsätzlich. Es gibt zu viele unvorsehbare Situationen. Dabei muss man nur, immer wenn es hinausgeht, das Kommando sagen und schon ist es antrainiert. Das dauert nicht lange. Beim Gassi gehen ist es genauso. Natürlich darf der Hund auch einmal ein paar Sekunden schnüffeln, aber in der Regel heisst es KOMM und es geht weiter. Das begreift er nach wenigen Versuchen. Und ja, da muss man sich auch mal durchsetzen.

 

Geht es um das Bewegen in freiem Gelände muss explizit üben.

Ideal ist zum Üben ein Gelände, das dem Hund unbekannt ist und wo man möglichst ungestört von Verkehr und anderen Hunden ist. Ein Spielzeug und Leckerlis gehören natürlich zu einer Übungseinheit dazu. Am Anfang sollte der Hund auf jeden Fall noch angeleint sein, um die Verbindung zu halten. Blickkontakt suchen, ein kurzer Ruf des Namens reicht um die Aufmerksamkeit zu wecken, dann folgt kurz das Kommando HIER oder KOMM und dann einfach losgehen. Ist ausreichend Gelände vorhanden, kann man auch eine längere Leine verwenden, oder eine dieser selbstaufrollenden Leinen, so dass der Hund auch ein kleines Zeitfenster hat um zu reagieren.

Entscheidend ist - weiterlaufen und nicht abwarten. Damit es nicht öde wird, immer wieder die Richtung und das Tempo wechseln, zwischendurch stehen bleiben. Es hilft auch sich mal hinzuhocken oder zu bücken und so zu tun als ob man etwas sucht. Der Hund wird fast sofort mitsuchen. Wenn sie als Chef etwas suchen, muss es schließlich interessant sein.

 

Hat man das ein paar mal trainiert, wird abgeleint und weiter geübt.

 

Was wenn der Hund das Kommando ignoriert?

 

Auf keinen Fall die übliche Variante, wie rumschimpfen, betteln oder diskutieren. Das versteht der Hund so nicht.

Also einfach auch ignorieren. Dann einfach langsam weiter entfernen. Dann einmal kurz den Namen und danach das Kommando. Dann einfach zügig weggehen oder laufen. Nicht ständig umdrehen ob er folgt und auf keinen Fall das Kommando ein zweites mal rufen. Sonst wird das für ihn so etwas wie "Hänschen piep einmal" . Sie kennen das Spiel sicher. Wenn man dauernd ruft, musst er ja nicht kommen, er weiss ja wo Herrchen ist.

Ist die Entfernung schon ziemlich groß und der Hund kommt immer noch nicht, dann sollte man sich einfach mal verstecken. Ist die Örtlichkeit versteckfrei, einfach tief hinhocken. Irgendwann schaut er doch mal hoch und sucht den Chef. Der Schreck ist meistens ausreichend und lehrsam genug. Also kurz wirken lassen und dann einmal kurz rufen. Und wenn er dann da ist, natürlich schön loben und ein Leckerli ist auch drin.

 

Üben im bekannten Umfeld

 

Funktioniert das Kommando im störungsfreien Raum, übt man im normalen Umfeld weiter. Auch hier bleibt der Hund anfangs angeleint. Erst später ableinen, wenn das klappt. Ist er abgeleint - lieber etwas eher rufen. Ist er schon losgestürmt weil er etwas Interessantes entdeckt hat, ist er erfahrungsgemäß erst einmal nicht zu stoppen. Ist er schon im Spiel mit anderen Hunden, am besten kurz spielen lassen. Dann kurz beim Namen rufen um seine Aufmerksamkeit zu bekommen, dann kurz das Kommando und konsequent weitergehen. Wenn der Hund wieder da ist, wird gelobt und zumindest am Anfang auch einmal belohnt.

 

Entscheidend ist die Konsequenz im Handeln. Also von der Angst lösen, der Hund könnte weg sein. Das Risiko ist relativ gering. Ausnahme ist, wenn Hunde in Paarungslaune bzw. läufig sind. Dann sollte man sie konsequent angeleint lassen.