Futtermenge

Mein Hundebuch

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DRUM PRÜFE WER SICH EWIG BINDET

Futtermenge

Wieviel frisst ein Hund?

 

Das ist die wohl am häufigsten gestellte Frage, die sich jeder stellt, der sich mit dem Gedanken trägt, einen Hund zu sich als Wegbegleiter zu holen. Denn sehr eng damit verbunden ist die Frage der Kosten, die für die Ernährung unseres neuen Freundes entstehen.

 

Wer zu dem Thema recherchiert, wird meist irgendwelche Mengenangaben finden, mit denen man nur schwer etwas anfangen kann, denn jedes Futter ist anders zusammengesetzt. Grundsätzlich ist auch keine eindeutige Antwort zu dieser Frage möglich. Denn wie beim Menschen, spielen eine Menge Faktoren eine Rolle:

 

  • Alter
  • Geschlecht
  • Rasse
  • Statur
  • gesundheitlicher Zustand
  • körperliche Belastung/Aktivität
  • geistige Forderung
  • und viele mehr.

 

Grundsätzlich gilt, das Welpen und junge Hunde mehr Futter benötigen, denn sie müssen ja ihren Organismus aufbauen und wollen wachsen. Erwachsene Hunde dagegen, müssen de facto nur noch ihren Organismus erhalten und benötigen dazu in Abhängigkeit von ihrer Aktivität entsprechend Energie und alle Nährstoffe. Insofern unterscheidet sich die Ernährung des Hundes nicht von der des Menschen.

 

Ist der Hund schon älter, bewegt er sich meist nicht mehr so viel, er wird deutlich ruhiger und benötigt weniger Energie. Also reduziert sich auch die Futtermenge. Die Frage "Wieviel frisst ein Hund" ist natürlich auch davon abhängig was gefüttert wird. Trockenfutter, Nassfutter, BARF oder Selbstgekochtes.

Die Frage lautet also nicht "Wieviel frisst ein Hund", sondern "Wieviel Energie benötigt ein Hund".

 

Wer Trockenfutter oder Nassfutter füttert, hat es relativ einfach. Beim Trockenfutter liefern die Hersteller meist Messbecher mit, bei denen man je nach Futtersorte und Alter des Hundes die benötigte durchschnittliche Menge ablesen und abmessen kann. Denn auch hier ist je nach Beschaffenheit des Futters und der Inhaltsstoffe der Energiegehalt jedesmal anders.

 

Beim Nassfutter steht immer auch der Energiegehalt des Futters auf der Dose. Hier muss man also zumindest einmal rechnen, damit man die ungefähre Menge abschätzen kann.

 

Wer barft oder selbst kocht, sollte sich die Mühe machen und einmal nachrechnen. Spätestens wenn man die Rippen das Hundes nicht mehr spürt, weiss man sicher, das er zuviel Futter bekommt. Dann sollte man doch einmal nachrechnen. Hat man bis dato immer zuviel gefüttert, muss man die Futtermenge einfach reduzieren. Man kann das natürlich ad hoc machen. Ist der Unterschied erheblich, sollte man lieber allmählich über einen Zeitraum von ein-zwei Wochen reduzieren. Es hilft natürlich auch, wenn man die Gassirunden dann allmählich parallel dazu etwas verlängert und etwas beschleunigt. Es ist auch hier nicht anders als beim Menschen - weniger futtern, mehr bewegen.

 

Im Alltag sollte man darauf achten, wie der Tagesablauf sich gestaltet. Wer mit seinem Hund eine Stunde draussen gespielt und getobt hat, oder joggen war, Rad gefahren ist oder ihn anderweitig gefordert hat, kann und sollte ihm ruhig eine kleine Extraportion oder etwas mehr geben. Wir haben ja meist nach solchen Aktivitäten auch einen kleinen Hunger. Das geht unserem vierbeinigen Freund nicht anders. Aber auch für ihn gilt: Für den kleinen Hunger zwischendurch gibts den kleinen Snack.

Und nicht vergessen. Auch hier gilt natürlich: erst futtert der Chef und danach gibt es für den Hund etwas.

 

Gerade bei Trockenfutter sehen die Portionen immer sehr klein aus, weil der Energiegehalt des Futters relativ hoch ist.

Machen sie nicht den Fehler, wie in der Werbung manchmal zu sehen, den Fressnapf schön voll zu machen. Bis man merkt das man satt ist, barucht man ca. zwanzig Minuten und das ist beim Hund nicht anders. Also nicht Nachschlag geben, bloß weil sich zwei treue Hundeaugen auf sie richten und so ein komisches Geräusch erklingt.

 

Gewichtsermittlung: Als Basis braucht man natürlich das Gewicht des Hundes. Entweder man bekommt es vom Tierarzt, der eine schöne Tierwaage hat oder man kann sich selbst einmal mit und einmal ohne Hund wiegen und die Differenz bestimmen. (Das wird zwar bei der einen oder anderen Hunderasse schwierig, ich denke da mal an einen Schäferhund oder eine Dogge, aber ein Versuch ist es wert.)

 

Hier finden sie zwei Tabellen mit dem ungefähren Energiebedarf eines Hundes