Flöhe

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DRUM PRÜFE WER SICH EWIG BINDET

Flöhe

 

Flöhe sind überwiegend wirtspezifisch. Der Tierfloh ist daher kein dauerhafter Ektoparasit beim Mensch, kann diesen aber zeitweise ebenfalls befallen und Krankheiten übertragen. Katzen-, Hunde- und Menschenflöhe unterscheiden sich auch im Aussehen.

 

Beim Hund kann ein Flohbefall in jeder Jahreszeit zu einem Problem werden. Das hat nichts mit mangelnder Hygiene oder vernachlässigter Pflege zu tun, denn Flöhe werden immer von außerhalb eingeschleppt.

 

Flöhe sind ein wichtiger Faktor bei der Bandwurmübertragung beim Haustier. Daher besteht beim Flohbefall auch immer eine indirekte Gefährdung des Menschen.

 

 

Ein wichtiges Indiz auf möglichen Flohbefall, ist das übermäßig häufige und intensive Kratzen des Fells. Dann steht ein intensives Untersuchen auf der Tagesordnung. Dabei am besten gegen den Strich langsam durchkämmen und gut hinschauen.

 

Besonders im Kruppen- und Schwanzwurzelbereich und in allen dünn behaarten Bereichen des Unterbauches und der Innenschenkel findet man am ehesten die verschieden großen Flöhe. Das sind kleine, meist auf der Haut laufende braune oder braun-schwarze Tierchen.

 

Häufig findet man nur die Ausscheidungen der Flöhe in Form von kleinen, schwarzen, manchmal gekringelten Flohkotkrümeln.

 

Um sicher zu sein, dass es sich dabei nicht um normalen Schmutz handelt,kann man die verdächtigen Krümel auf ein angefeuchtetes Papiertuch legen. Wenn sich die Krümel rot oder rotbraun verfärben, handelt es sich um Flohkot. Die Verfärbung entsteht durch den roten Blutfarbstoff im Flohkot.

 

Zur Kontrolle kann man das Tier auch auf eine weiße Fläche stellen und das Fell gut durchrubbeln. Fallen dann solche Krümel aus dem Fell ist ein Flohbefall sichtbar, bzw. man weiß zum Beispiel da keine Flöhe (mehr)vorhanden sind.

 

Wichtig und entscheidend für eine erfolgreiche Bekämpfung ist, daß sich am Tier nur ca. 1% der vorhandenen Flöhe befinden. Die restlichen 99% der Flöhe sitzen in der Umgebung des Tieres, vornehmlich den Schlaf- und Liegeplätzen, aber auch im Teppichboden und den Sesselritzen, in Form von Floheiern, Flohlarven, Flohpuppen und erwachsenen Flöhen.

 

 

Der Zyklus der Flöhe

 

Ein Flohweibchen legt alle 2 - 3 Tag während des Saugaktes ca. 20 - 30 Eier in das Fell des Hundes ab. Die Floheier fallen aus dem Fell heraus und werden so im Wohnbereich des Wirts verteilt. Bei einer durchschnittlichen Temperatur von 18 Grad dauert die Entwicklung vom Ei zum Jungfloh ca. 4 - 6 Wochen. Das bedeutet, daß alle 4 - 6 Wochen eine neue, zusätzliche Flohpopulation vorhanden ist, die alle 2-3 Tage erhöht wird und wiederum für Nachwuchs sorgt.

 

Daraus resultiert eine exponentielle Vemehrung der Flöhe. Nach wenigen Wochen gibt es bereits zehntausende Flöhe. Extremer Haarausfall durch das Kratzen, Verletzungen der Huat und Folgeinfektionen sind dann vorprogrammiert.

 

 

Behandlung

 

Eine erfolgreiche Flohbekämpfung muss sowohl am Tier als auch in seiner gesamten Umgebung erfolgen.

 

 

Am Tier:

 

  • monatliches Auftropfen von Flohpräparaten
  • monatliches Eingeben von flohwachstumshemmenden Mitteln
  • wöchentliches Waschen oder Baden mit Ektoparasitenmitteln
  • Einpudern mit z.B. diversen "Flohpudern"

 

In der Umgebung:

 

  • tägliches gründlichstes Staubsaugen, insbesondere die Ruheplätze und Hauptaufenthaltsbereiche des Hundes und vor allem in den Ritzen
  • Wischen oder Besprühen der Ruhe- und Schlafplätze des Hundes mit Anti-Floh-Mitteln
  • vorübergehende Einschränkung des Bewegungsspielraumes des Hundes um die Verbreitung zu minimieren

 

Krankheiten

 

Flöhe können den Bandwurm übertragen, indem sie Blut eines bereits befallenen, früheren Wirtes auf den neuen Wirt übertragen. Dadurch können sie durch einen auch nur kurzfristigen Befalls des Menschen, diesen ebenfalls gefährden. Wenn ein Flohbefall festgestellt wird, sollte daher auch eine Behandlung des Tieres gegen Bandwürmer erfolgen.

 

typische, mögliche Krankheiten:

 

Bandwurmbefall - durch Übertragung

Virusinfektionen -durch den Speichel

Flohspeichelallergie - sichtbar durch Hautrötung, -schwellung, starker Juckreiz, eitriger Hautausschlag, Haarausfall

sekundäre bakterielle Hautinfektionen durch Kratzschäden an der Haut