Ernährung

Mein Hundebuch

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DRUM PRÜFE WER SICH EWIG BINDET

Ernährung des Hundes

Die Ernährung des Hundes bestimmt am Ende auch seine Gesundheit. Das ist genauso wie bei uns Menschen. Du bist was du ißt.

Sich dabei blind auf die Angaben der Futtermittelhersteller zu verlassen und auf die Angaben zu Inhaltsstoffen und Futtermengen zu vertrauen reicht nicht wirklich aus.

 

Dazu kommt das auch der Hundebesitzer gefangen ist in dem Bestreben seinem Hund eine gute, ausgewogene und artgerechte Ernährung zu geben, die dem Hund ein gesundes Leben ermöglichen und auf der anderen Seite sich eben oft den Anforderungen des modernen, hektischen menschlichen Alltags stellen muss. In der Praxis steht man damit immer wieder in der Entscheidung zwischen verschiedenen Angeboten einer Vielzahl von Herstellern und Ernährungstipps. Und das die Meinungen der vielen Experten sich auch oftmals widersprechen macht die Sache nicht einfacher.

 

Eine falsche oder minderwertige Ernährung schadet dem Hund. Und die Resultate sind eben oft erst nach Jahren zu sehen, so das der Hundebesitzer kaum eine Möglichkeit hat, nachträglich eine Ursache-Wirkung-Beziehung herzustellen.

 

Grundsätzlich hat jede Variante ihre Vor- und Nachteile. Man kann immer etwas falsch machen, Jedes Tier, jede Rasse, jedes Alter hat seine Besonderheiten. Man kann versuchen darauf einzugehen. Aber auch in der Natur muss ein Tier mit dem auskommen, was es findet. Und auch das ist nicht immer ideal. Das ist/soll jetzt kein Freibrief sein, dem Hund oder irgendeinem anderen Haustier schlechte oder minderwertige Nahrung zu geben, aber es soll die oftmals verhärtete Diskussion der verschiedenen Parteien einmal etwas relativieren.

 

Wir Menschen als auch unsere Haustiere müssen uns in gewissem Maße dem modernen Leben und auch dessen Folgen anpassen. Achtsamkeit und Verantwortlichkeiten liegen dabei immer bei jedem selber. Und das schliesst auch Kompromisse mit ein. Von allem etwas, von nichts zu viel, könnte das einfache Credo sein womit man Vor-und Nachteile einzelner Ernährungskonzepte am besten vereinigt. Aber ein wenig Basiswissen sollte schon sein. Und noch etwas. Es ist für mich sehr interessant zu beobachten, das viele Hundebesitzer aus der Ernährung ihres Hundes eine Wissenschaft machen, aber sich um um ihre eigene oftmals gar keine oder sehr viel weniger Gedanken machen. Also liebe Hundebesitzer entspannt euch etwas. Ob Trockenfutter, Nassfutter, Frischfleich, BARF oder Selbstgekochtes dem Hund soll es schmecken, es soll möglichst alles was er braucht drin sein und fertig. Der Hund stammt vom Wolf ab, ein Aasfresser und Resteverwerter, sozusagen die erste vollbiologische, bewegliche Resteverwertungsanlage der Natur. Und wenn doch mal was Schlechtes dabei ist, dann wird einem eben übel und dann muss man evtl. auch mal kotzen. Ist doch bei uns auch nicht anders und kommt mal vor.

 

Viele Hundefutterhersteller verwenden heute viel Getreide. Und leider wird besonders bei Getreide das für diesen Zweck angebaut wurde, viel zu wenig auf "Bio" geachtet. Der zu starke Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft und Hormonen in der Tierproduktion führen auch bei Hunden vermehrt zu Krankheitsfällen wie Pankreatitis, Krebs, Allergien, Problemen mit der Haut, Wachstumsstörungen, Immunschwächen und Erkrankungen von Nieren und Leber. Ein Bild das sich ähnlich auch beim Menschen abzeichnet.

 

Viele Hundebesitzer, Tierärzte und Züchter sind der Meinung, dass das fertige Hundefutter als Mitverursacher für Krankheiten und Schwächen der Hunde zu sehen ist, denn erst in den letzten Jahrzehnten haben sich die Probleme so zugespitzt. Aber es gibt natürlich auch Alternativen, die man zumindest mit in Betracht ziehen sollte und zumindest additiv einsetzen sollte. Das hierbei auch der wirtschaftliche Aspekt durchaus eine Rolle spielt, sollte klar sein, denn jeder weiss eigentlich, das die Tierarztrechnungen auch nicht niedriger werden.

 

Grundsätzlich ist der Hund ein Alles- und Beutetierfresser und gehört wie sein Urahn, der Wolf, zu den sogenannten OmniCarnivoren. Beide sind keine reinen Fleischfresser, sondern ernähren sich auch von Gräsern, Wurzeln, Obst, Insekten und Kot verschiedener Pflanzenfresser. Auch von den Beutetieren wird ein Großteil des Magen-Darm-Inhalts gefressen. Auf diesem Weg werden allle nötigen Nährstoffe zugeführt – Eiweiße, Enzyme, Ballaststoffe, Vitamine und Mineralien. Vorallem auch solche die der Hund selber aus der Nahrung nicht oder nur sehr schwer abspalten kann. Auch das nötige Fett ist enthalten und wird in gesunden Mengen aufgenommen.

 

Im Unterschied zum Pflanzenfresser, hat er keine Verdauungsenzyme im Speichel die für die Aufspaltung von Getreide nötig sind. Dadurch kann das Getreide nicht richtig verdaut werden. Es wandert durch den Verdauungstrakt und führt letztendlich zu Gärungsprozessen und wird im wesentlichen unverdaut wieder ausgeschieden.

Die Verdauungssäfte werden beim Hund durch die Aufnahme von Fleisch produziert. Deshalb besitzt er einen zehnmal höheren Anteil an Salzsäure im Magen als der Mensch. Eine Ernährung, die überwiegend auf Getreide basiert, ist für den Hund ungeeignet.

 

Auch wenn es bequem ist und man unter Umständen auch nicht immer dfarauf verzichten kann, so sollte man jedoch einige der Probleme kennen die mit Fertigfutter auftreten können.

Im Fertigfutter ist stets ein hoher Getreideanteil enthalten. Es kommt aufgrund der fehlenden Enzyme undd er dadurch mangelnden Zersetzung des Getreides durch die Bakterientätigkeit zu Erkrankungen, meist Gärungen auf und Durchfälle sind oft die Folge. Viele Hunde haben mit Magenumdrehungen zu kämpfen, andere mit Parasitenbefall. Die Bauchspeicheldrüse wird überlastet.

 

Fertigfutter ist dazu noch erhitzt, damit es länger haltbar ist. Dadurch werden aber die Aminosäure-Ketten der tierischen Eiweiße verändert und für den Hund nicht mehr brauchbar. Die Eiweiße werden schwer verdaulich und das Futter verliert wichtige Mineralien. Die Aminosäuren, die der Hund braucht, stecken in erster Linie in frischem Fleisch. Ohne diese baut der Hund weder gesundes Gewebe noch ein intaktes Immunsystem auf.

 

Die im Futter enthaltenen Konservierungsmittel sind wie auch beim Menschen gesundheitlich bedenklich. Einige verhindern teilweise die Bildung von weißen Blutkörperchen und schwächen damit das Immunsystem und blockieren in der Folge die Aufnahme von Glucose. In unseren Lebensmitteln inzwischen verbotene Stoffe wie Ethoxiquin, BHT und BHA werden im Fertigfutter weiter verwendet, obwohl sie im Verdacht stehen, Krebs zu verursachen. Die wichtigen Omega-3-Fettsäuren fehlen gänzlich im Hundefutter, weil sie nicht konserviert werden können.

 

Biologisch wertvolle Nährstoffe sind durch die Verarbeitung zum großen Teil zerstört und können durch Zusatzstoffe nicht wirklich ersetzt werden. Auch hier gelten die gleichen Regeln und Gesetzmäßigkeiten wie bei uns Menschen.