Borreliose

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Borreliose

Borreliose wird durch Zecken übertragen und ist eine der häufigsten Infektionskrankheiten, unter denen Hunde leiden. Da Zecken auch Menschen befallen, ist die Krankheit relativ bekannt. Es gibt auch für Deutschland einige besonders betroffene Gebiete, in denen Menschen besonders vorsichtig sein sollen.

Da ich als Autor, davon ebenfalls betroffen bin und die Krankheit, weil unbemerkt, bei mir sehr heftige Komplikationen auslöste, kann ich aus eigener Erfahrung nur raten, dass ernst zu nehmen.

Die Borreliose wird auch als Lyme-Borreliose oder Lyme-Krankheit bezeichnet. Ab dem Frühjahr sind die Zecken aktiv und werden durch Kontakt mit Gras und Blättern aufgenommen. Sie beissen sich unmerklich in der Haut fest und saugen das Blut ihrer "Opfer". Dabei erreichen sie gerade unheimliche Größen von 1-2 cm Länge, bei einer Ausgangsgröße von 1-2 mm.

 

 

 

 

 

 

 

 

Beim Biss können Bakterien übertragen werden, die im Magen-Darm-Trakt der Zecke leben. Grundsätzlich werden die Borrelien, so die Bezeichnung der Bakterien durch den Speichel übertragen. Meist werden diese aber erst übertragen, wenn der Hund die Zecke durch Kratzen oder der Mensch durch unsachgemäße Entfernung der Zecke Teile des Mageninhaltes durch die in der Haut befindlichen Beißorgane in den Körper des Opfers drücken.

 

Sowohl beim Hund als auch beim Menschen, lassen sich meist keine Symptome unmittelbar zuordnen, da sich zwischen Zeckenbiss und Beschwerden ein oft unbestimmter Zeitabstand von mehreren Wochen oder sogar Monaten oder Jahren befindet. Gelegentlich kann es aber zu Fieber, geschwollenen Lymphknoten bis hin zu Lähmungen der Gliedmaßen kommen. Nachweisen kann man eine Erkrankung nur durch einen Bluttest.

Die Behandlung erfolgt durch Antibiotika.

 

Nach dem Zeckenbiss zeigen sich oft Hautrötungen, die allerdings in der Regel nicht besonders stark sind und gerade bei unseren Haustieren meist unbemerkt bleiben. Symptome wie Fieber, Appetitlosigkeit, Muskel- und Gelenkschmerzen sowie andere Entzündungsreaktionen sind erst nach Monaten erkennbar und eben dadurch schlecht zuzuordnen. Typisch sind die geschwollenen Lymphknoten, die aber als Symptom eben auch bei praktisch jeder anderen Entzündung auftreten.

Bei den Rassen Berner Sennenhund, Golden Retriever und Labrador kommt es zudem oft zu einer Nierenentzündung, da die Nieren überlastet werden. Zudem können die Beine gelähmt werden, wobei die Lähmungserscheinungen auch wechselnd verschiedene Beine betreffen und die ersten Lähmungserscheinungen häufig im Gelenk liegen.

 

Diagnose

 

Eine exakte Diagnose ist nicht möglich. Das macht diese Erkrankung sowohl beim Mensch als auch beim Tier so heimtükisch.

Spezifische Veränderungen des Blutbilds gibt es nicht. Antikörper gegen die Borrelien sind zwar nachweisbar, bedeuten aber nicht unbedingt eine aktuelle Erkrankung, sondern können auch auf eine frühere Erkrankung hinweisen. Sind keine Antikörper nachweisbar, liegt keine Erkrankung vor.

 

Daher wird meist zu einer diagnostischen Antibiotika-Therapie geraten. Das bedeutet: kommt es zu einer Besserung, lag eine Borrelien-Infektion vor, wenn nicht, hat man Pech und es ist etwas anderes. Da die Behandlungserfolge oft mehrere Wochen Zeit brauchen um spürbar zu sein, kann eine evtl. andere Ursache zwischenzeitlich weiter wirken.

 

Bei rechtzeitiger Therapie ist die Prognose gut. Erfolgt die Behandlung zu spät, kann sich auch eine chronische Borreliose entwickeln bzw. die Schädigungen sind nicht mehr reparabel.

 

Vorbeugung

 

Vorbeugung ist natürlich das Beste, denn nicht nur das man dem Tier ernsthafte Probleme erspart, es schont auch den Geldbeutel. Es gibt bis heute keine wirklich sichere Schutzimpfung gegen Borreliose.

Deshalb ist es wichtig, praktisch ab dem Frühjahr den Hund möglichst nach jedem Ausgang auf Zecken zu untersuchen. Dann kann man die meisten noch entfernen, bevor sie sich festgesaugt haben. Am liebsten setzen sich die Zecken an den weniger behaarten Zonen fest, wie Achselbereiche, Brustwarzenbereich und besonders die Ohren.

Hunde mögen die Untersuchung in der Regel, vor allem, wenn man diese gleich noch mit einer sanften Massage verbindet. Dann werden sie zu Geniessern.

 

Zecken müssen immer vollständig entfernt werden. Dazu gibt es Zeckenzangen, die vorne einen gespaltenen Haken haben, in den man die Zecke einhakt und dann heraus dreht. Das Entfernen mit der Pinzette oder ähnlichen Instrumenten birgt die Gefahr in sich, dass man die Zecke regelrecht ausquetscht und dadurch erst die Borrelien überträgt, oder der Kopf abreisst, der dann in der Wunde verbleibt und abgestossen werden muss.

 

Hilfreich sind sogenannte Spot-On-Produkte zum Aufträufeln in den Nacken des Haustieres sein. Sie bewirken, dass sich die Zecken schneller wieder fallen lasse. Auch Zecken-Halsbänder helfen auf ähnliche Art und Weise und sind die praktischere Alternative, da der Hund regelmäßig sowieso ein Halsband trägt.